In der Affäre um den Intendanten des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, Peter Spuhler, und die Rolle des Verwaltungsrats verlangt die CDU Karlsruhe weitere Aufklärung durch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Dessen Aussagen stehen noch immer im Widerspruch zu Aussagen aus dem Personalbereich des Theaters.

Zunächst hatte der Personalrat in einem offenen Brief ein unerträgliches „toxisches Arbeitsklima“ beklagt und war daraufhin von der Spitze des Verwaltungsrats um Ministerin Theresia Bauer und OB Mentrup öffentlich an den Pranger gestellt worden. Beide erklärten zudem in einer Stellungnahme, dass die Vorwürfe angeblich „neu und erstmals aufgeworfen“ worden seien.

Dem widersprechen neue Aussagen des Personalrats, des Orchester- und Chorvorstands sowie weiterer Mitarbeiter aus den letzten Tagen, wonach die Verantwortlichen im Verwaltungsrat seit vielen Jahren mehrfach über das schlechte Arbeitsklima am Theater informiert worden seien.

Die Beschäftigten am Staatstheater sind zurecht empört über den bisherigen Umgang der Verwaltungsratsspitze mit den aufgetretenen Vorwürfen. Das Agieren von Ministerin Bauer und OB Mentrup hat Vertrauen zerstört und die Staatstheater-Affäre zu einer politischen Affäre werden lassen.

Die CDU Karlsruhe verlangt nun zwei Dinge:

Erstens muss die Mitarbeiterbefragung aus dem Jahr 2018, die im November 2018 dem Verwaltungsrat vorgelegt wurde, öffentlich gemacht werden.

Zweitens muss OB Mentrup schriftlich und unmissverständlich erklären, seit wann er Kenntnis erhalten hat von möglichen Problemen mit der Personalführung des Intendanten Spuhler. Andernfalls nimmt er billigend in Kauf, dass nicht nur der bundesweite Ruf des Badischen Staatstheaters weiteren Schaden nimmt, sondern auch das Amt des Oberbürgermeisters.

Ansprechpartner

Tobias Bunk

Geschäftsführer der CDU Karlsruhe

+49 721 9126911
bunk@cdu-karlsruhe.de

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