Eine großzügige Schenkung des Künstlers Sean Scully an die Kunsthalle Karlsruhe ist gescheitert, weil die dazu notwendige bauliche Erweiterung der Kunsthalle aufgrund der Untätigkeit des Ministeriums für Finanzen Baden-Württemberg in den Sternen steht und der Künstler deswegen sein Angebot zurückgezogen hat. Für das Scheitern sind aber auch OB Mentrup und Kunstministerin Theresia Bauer verantwortlich, die sich für das Projekt zu wenig engagiert haben.

„Jede Stadt und jedes Bundesland würden sich glücklich schätzen, wenn es von einem international renommierten Künstler eine Schenkung im Wert von geschätzt 100 Millionen Euro erhielte. Eine Schenkung in dieser Größenordnung wäre ‚ein Sechser im Lotto‘. Wenn der Künstler die Schenkung nun wegen des langfristigen Platzmangels in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe widerruft, ist dies ein immenser Schaden sowohl für die Kunsthalle, als auch für die Stadt Karlsruhe und ein politischer Skandal“, so Stadträtin und Landtagswahlkandidatin Dr. Rahsan Dogan.

Zum einen ist unverantwortlich, wie dieses Projekt in Stuttgart seit Jahren vor sich hindümpelt. Sowohl hat das Finanzministerium nicht dafür gesorgt, dass in angemessener Zeit für das Amtsgericht ein Ersatzgebäude zur Verfügung gestellt werden kann, obwohl seit Februar 2019 das Gebäude des Finanzamt Karlsruhe am Schlossplatz als geeignet identifiziert und vom Ministerium die Tauglichkeit als Standort für das Amtsgericht Karlsruhe geprüft wird. Als auch steht das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst inhaltlich nicht hinter dem Projekt und will dem Künstler den notwendigen Raum zur Ausstellung seiner Werke nicht überlassen, sondern hält dessen Wunsch, laut den Äußerungen der Staatssekretärin Olchowski, sogar für unangemessen, der es unbegreiflicherweise nach eigenen Angaben seit Monaten nicht gelungen sei, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

Zum anderen ist aber auch unverständlich und verantwortungslos, dass sich der Karlsruher Oberbürgermeister Mentrup seit Jahren nicht ausreichend hinter das Projekt stellt. Zunächst hat er sich lange Zeit nicht um einen Ersatzstandort für das Amtsgericht in Karlsruhe bemüht. Anschließend hat er es seit anderthalb Jahren versäumt, sich für eine Komplettsanierung des Finanzamtes am Schlossplatz und einen anschließenden Umzug des Amtsgerichts dorthin einzusetzen und damit den Weg für einen Erweiterungsbau der Kunsthalle am bisherigen Standort des Amtsgerichts Karlsruhe freizumachen.

Die CDU weist darauf hin, dass im Gegensatz dazu sich der CDU-Vorsitzende, Ingo Wellenreuther MdB, zusammen mit der kulturpolitischen Sprecherin, Dr. Rahsan Dogan, seit Jahren dafür eingesetzt hatte, einen neuen Standort für das Amtsgericht in Karlsruhe zu suchen und angeregt, den dann freiwerdenden Platz für einen Erweiterungsbau der Staatlichen Kunsthalle zu verwenden. Diesbezüglich hatte sich Wellenreuther bereits 2016 direkt an Justizminister Guido Wolf MdL gewandt.

„Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe ist ein Leuchtturm der baden-württembergischen Kulturlandschaft. Durch das politische Versagen des Oberbürgermeisters und den grün geführten Landesministerien steht eine gute Zukunft der Kunsthalle ernsthaft auf dem Spiel“, sagt Dr. Rahsan Dogan abschließend.

Ansprechpartner

Tobias Bunk

Geschäftsführer der CDU Karlsruhe

+49 721 9126911
bunk@cdu-karlsruhe.de

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