Angesichts der dramatischen Dynamik, mit der sich die vierte Corona-Welle in Deutschland ausbreitet, muss das Impftempo deutlich erhöht werden. Die Zahl der Impfungen – sowohl Booster- als auch Erst- und Zweitimpfungen – sollte schnellstmöglich ansteigen. Die CDU Karlsruhe fordert von den politischen Entscheidungsträgern in Land und Bund daher insbesondere zwei sofort umzusetzende Maßnahmen.

„Geimpfte Personen haben nachweislich ein wesentlich geringeres Risiko durch Corona schwer zu erkranken. Wir können eine Überlastung unserer Intensivstationen und deshalb drohende Lockdowns deshalb nur mit einer hohen Impfquote vermeiden“, erklärt der CDU-Kreisvorsitzende Ingo Wellenreuther. „Leider erleben wir bei uns in Karlsruhe aktuell, dass viele Impfwillige mitunter stundenlang in der Kälte vor kleineren Einrichtungen oder in engen und vollgequetschten Wartezimmern von Arztpraxen auf ihre Impfung warten müssen. Dieser Zustand ist den Bürgerinnen und Bürgern unzumutbar und setzt viele Menschen unnötigen Infektionsrisiken aus.“

„Um diese inakzeptable Situation zu beenden und eine viel größere Zahl von Impfungen pro Tag durchführen zu können, muss das Landesimpfzentrum in der Messe in Rheinstetten sofort wieder in Betrieb genommen werden. Die Stadtverwaltung sollte sich dafür gegenüber der Landesregierung stark machen. Sozialminister Manfred Lucha ist zur schnellstmöglichen Wiedereröffnung aller zentralen Impfzentren des Landes Baden-Württemberg aufgefordert“, so Stadträtin Bettina Meier-Augenstein.

„Gleichzeitig muss bundespolitisch endlich eine vorübergehende Möglichkeit für Corona-Schutzimpfungen durch Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und ähnliches medizinisch oder pharmazeutisch geschultes Personal geschaffen werden“, führt Stadtrat Sven Maier aus. „Nur so kann es gelingen, den verfügbaren Impfstoff schnell und effektiv an Mann und Frau zu bringen.“

„Die Wiedereröffnung der Impfzentren und eine Ausweitung der Zulassung für die Verabreichung von Corona-Schutzimpfungen auf weitere medizinisch oder pharmazeutisch geschulte Berufsgruppen würde vor allem auch die Hausärzte und ihr Personal in den Praxen erheblich entlasten. Dort wird derzeit absolut am Limit gearbeitet und es gibt in vielen Praxen keine Kapazitäten mehr für Routinevorgänge wie beispielsweise wichtige Vorsorgeuntersuchungen“, ergänzt Stadträtin Karin Wiedemann.

„Insbesondere die Apotheken haben in den vergangenen Monaten bereits bewiesen, dass sie ein zuverlässiger und elementarer Bestandteil der Pandemiebekämpfung sind. Wir sollten die Bereitschaft vieler Apotheken nutzen, um den Impfturbo zu zünden. Die gute Organisation der Apotheken, die wir beim Aufbau der Testinfrastruktur erlebt haben, brauchen wir jetzt auch für das Impfen“, so Stadträtin Dr. Rahsan Dogan abschließend.

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