Taubenmanagement in Karlsruhe: CDU steht zum „Augsburger Modell“

Die CDU Karlsruhe spricht sich dafür aus, in Sachen Taubenmanagement in Karlsruhe auch weiterhin auf das „Augsburger Modell“ zu setzen. Hierfür wurden im Stadtgebiet bereits sechs Taubenschläge errichtet, ehrenamtliche Helfer kümmern sich um Reinigung und Fütterung sowie den Austausch von Taubeneiern durch Gipsimitate.

„Mit diesem Konzept haben wir die Taubenpopulation in Karlsruhe gut im Griff, auch dank des Einsatzes vieler ehrenamtlicher Helfer“, erklärt Ursula Jäger, Vorsitzende des Arbeitskreises Tierschutz der CDU Karlsruhe.

Der Idee, das „Augsburger Modell“ abzuschaffen und über das „Basler Modell“ die Tauben wieder sich selbst zu überlassen, stehen Jäger und der CDU-Kreisvorsitzende Ingo Wellenreuther MdB skeptisch gegenüber. „Die Tauben müssten sich dann wieder ausschließlich von Abfällen ernähren, beispielsweise von weggeworfenem Essen in der Innenstadt. Das hat aber noch einen weiteren Nachteil, denn Tauben brüten dort, wo sie Essen finden.“

Experten sagen zudem, dass dem „Basler Modell“ in Deutschland die tierschutzrechtliche Grundlage fehle. „Bevor man jetzt von Seiten der Stadt Karlsruhe externe Referenten einfliegen lässt und eine Änderung eines bewährten Konzepts in Erwägung zieht, sollte man die endgültige rechtliche Klärung dieser Frage abwarten“, so Wellenreuther.

Die CDU Karlsruhe würde es außerdem begrüßen, wenn zusätzlich zu den sechs im Stadtgebiet bestehenden Taubenschlägen auch einer auf dem Areal des Hauptbahnhofs aufgestellt werden würde. „Da die dort aufgestellten Container von den Tauben nicht angenommen werden, bedarf es auch dort eines Taubenschlages“, sind sich Jäger und Wellenreuther einig.