CDU Karlsruhe hält an durchgängiger Nordtangente als Bundesmaßnahme fest

Der CDU Kreisverband Karlsruhe hält an einer durchgängigen Nordtangente als Bundesmaßnahme in einer menschen- und umweltverträglichen Ausführung fest. Die CDU Karlsruhe kritisiert außerdem den Vorschlag der SPD, die Nordtangente Ost als Gemeindestraße auszuführen. Ebenso ist die generelle Ablehnung einer Tunnellösung unter dem Hardtwald durch die anderen Parteien destruktiv und ideologisch.

Der Kreisvorstand der CDU Karlsruhe kritisiert die Forderung der SPD Karlsruhe nach einer Realisierung der Nordtangente-Ost als Gemeindestraße, mit der sich die SPD eine 70%-ige Förderung durch das Land verspricht. „Zum einen gibt es in Baden-Württemberg bereits eine lange Warteliste fertig geplanter und vorrangiger Straßenvorhaben in einem Umfang von ca. 2 Milliarden Euro, für die die Zuschussmittel schon jetzt bei Weitem nicht ausreichen. Zum anderen würde der Abschnitt der Nordtangente-Ost auf Grundlage des bestehenden Baurechts rund 80 Millionen Euro kosten, so dass der Eigenanteil der Stadt bei dieser Ausführung bei rund 24 Mio. Euro liegen würde. In Anbetracht der angespannten Haushaltslage der Stadt Karlsruhe muss die SPD erklären, woher dieses Geld kommen soll“, erklärt der CDU Kreisvorsitzende Ingo Wellenreuther.

Der CDU Kreisvorstand zeigt sich außerdem verwundert darüber, dass die SPD Karlsruhe nur noch eine Straßenführung bis zur Haid-und-Neu-Str. im Blick habe. „Es scheint so, als habe sich die SPD Karlsruhe von einer Weiterführung bis zur Theodor-Heuss-Allee, die sie im letzten Jahr noch gefordert hat, inzwischen klammheimlich verabschiedet“, so der CDU Kreisvorsitzende.

Der CDU Kreisvorstand kritisiert zudem die reflexartige und generelle Ablehnung einer derzeit in der Prüfung des Bundes befindlichen Tunnellösung unter dem Hardtwald durch die anderen Parteien sowie durch Umweltverbände. „Dies ist eine ideologische und destruktive Blockadehaltung, die das Bemühen um eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur unter Berücksichtigung der Belange von Mensch und Umwelt vermissen lässt“, so der CDU Kreisvorsitzende. Natürlich müsse die Trasse auch im West- und Ostteil mit Überdeckelungen und Tieferlegungen in lärmsensiblen Bereichen realisiert werden. Daher sei die vorgebrachte Kritik, dass die Nordtangente außerhalb des diskutierten Tunnels unter dem Hardtwald auf „offener Strecke“ verlaufe, verfehlt.

„Die CDU Karlsruhe hält an einer durchgängigen Nordtangente als Bundesmaßnahme in einer menschen- und umweltverträglichen Ausführung fest“, macht Wellenreuther deutlich. Würde die derzeit stattfindende Prüfung des Abschnitts von einer zweiten Rheinbrücke bis zur B 36 eine „Fernverkehrsrelevanz“ dieser Strecke ergeben, würde die CDU Karlsruhe die Realisierung dieses Anbindung begrüßen, weil diese Teillösung eine Weiterführung der Trasse zu einer durchgängigen Nordtangente ermöglichen würde.

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